Praxisnahe Lösungen an der Schnittstelle von Strukturwandel, Klimaanpassung und Wasserbewirtschaftung für die Herausforderungen von morgen
Der Kohleausstieg und der damit einhergehende Strukturwandel verändert das Rheinische Revier grundlegend und stellt auch den Wasserhaushalt vor neue Herausforderungen. Mit dem Ende der Tagebaue entfällt künftig ein großer Teil des eingeleiteten Sümpfungswassers, während der Grundwasserspiegel langfristig wieder ansteigt. Zugleich führen Klimawandel und Extremwetter zu neuen Herausforderungen für die Wasserwirtschaft. Das STARK-geförderte Projekt AquaRevier untersucht, wie eine klimaresiliente, zukunftsfähige Wasserwirtschaft im Revier gestaltet werden kann. In fünf Case Studies erarbeiten Forschung, Kommunen und Praxispartner gemeinsam Strategien für eine nachhaltige Wassernutzung und ein integriertes Management.


Der Kohleausstieg und der damit einhergehende Strukturwandel wird viele Regionen im Rheinischen Revier beeinflussen. Neben infrastrukturellen und sozialen Veränderungen betrifft dieser Wandel auch den Wasserhaushalt der Region. Während der Grundwasserspiegel nach dem Ende der Tagebaue langfristig wieder ansteigen wird, fehlt künftig ein großer Teil des bislang eingeleiteten, aufbereiteten Sümpfungswassers. Dies führt in Fließgewässern zu reduzierten Abflüssen. Gleichzeitig verschärfen sich die klimatischen Bedingungen: Häufigere Trockenphasen, Hitzewellen und Starkregenereignisse wirken sich direkt auf das Wasserangebot und den Wasserbedarf aus. Das STARK-geförderte Projekt AquaRevier untersucht deshalb, wie eine zukunftsfähige, klimaresiliente und leistungsfähige Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier gestaltet werden kann – und wie dabei konkurrierende Wassernutzungen in Einklang gebracht werden können.
Das Projekt wird von vier verschiedenen Verbundpartnern getragen: dem Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen e. V. (FiW), der RWTH Aachen University mit dem Lehrstuhl für Physische Geographie und Klimatologie (PGK), dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA) und dem Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW), dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER) und der Stadt Eschweiler. Dabei findet eine enge Zusammenarbeit mit relevanten Akteurinnen und Akteure aus kommunalen und regionalen Verwaltungen sowie Praxispartnern statt.
Im Zentrum des Projekts stehen fünf Case Studies mit folgenden Themen:
- Wassernutzungsstrategien für die Landwirtschaft (FiW)
- Talsperrenmanagement im Zeichen des Klimawandels (WVER)
- Innovatives Hochwassermangement in kleinen Einzugsgebieten abseits der Talsperre (IWW)
- Reuse Industrie (ISA)
- Niederschlagsmanagement für Gewerbe- und Siedlungsgebiete (FiW)
In partizipativen Beteiligungsverfahren werden gemeinsam mit lokalen und regionalen Akteuren Best-Practice-Ansätze entwickelt. Im Rahmen des Projektes analysiert das PGK verschiedene Klimaszenarien und untersucht deren Auswirkungen auf relevante wasserwirtschaftliche Parameter. Die Stadt Eschweiler bringt ihre kommunale Perspektive ein, stellt Praxisbeispiele zur Verfügung und unterstützt aktiv die Umsetzung von Maßnahmen vor Ort.
Ziel des Projekts ist es, ein integriertes, anpassungsfähiges Konzept für die Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier zu entwickeln. Dieses soll dazu beitragen, auch unter veränderten klimatischen und strukturellen Bedingungen die Versorgung mit Wasser für alle relevanten Nutzungsbereiche, wie Landwirtschaft, Industrie und Kommunen, nachhaltig abzusichern. Ein zentrales Ergebnis ist die Entwicklung einer praxisnahen Toolbox für die Wasserwirtschaft. Parallel wird ein Kompetenznetzwerk aufgebaut, das langfristig als regionaler Ansprechpartner für Fragen fungieren soll.
Fördermittelgeber

Projektpartner
Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA)
Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW)
Lehrstuhl für Physische Geographie und Klimatologie (PGK)
Wasserverband Eifel-Rur (WVER)
Stadt Eschweiler





